Orientierung ist ein leises Wort. Es kommt ohne Tempo, ohne Parolen, ohne fertige Antworten aus. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum es uns durch das Jahr 2026 begleiten wird.
In Zeiten, in denen Entscheidungen immer schneller, komplexer und oft auch widersprüchlicher werden, reicht Navigation allein nicht mehr aus. Wer transformiert – energetisch, organisatorisch oder gesellschaftlich – braucht mehr als Wegbeschreibungen. Er braucht Richtung. Und Richtung entsteht nicht durch Technik, sondern durch Verstehen.
Unser NettCon-Kalender 2026 greift dieses Motiv bewusst auf. Monat für Monat nähert er sich dem Thema Orientierung aus unterschiedlichen Perspektiven: aus der Natur, aus der Psychologie, aus der Geschichte, aus dem Alltag. Mal geht es um Deichlinien an der Küste, mal um Zugvögel, mal um den inneren Kompass des Menschen. Immer geht es um dasselbe: Wie finden wir Halt, wenn sich Rahmenbedingungen verändern?
Auch in unserer täglichen Arbeit erleben wir genau diese Frage. Kommunen und Unternehmen stehen vor großen Transformationsaufgaben – Dekarbonisierung, Elektrifizierung, neue gesetzliche Anforderungen, veränderte Märkte. Die Herausforderung liegt dabei selten im Mangel an Daten oder Werkzeugen. Sie liegt darin, das Wesentliche zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen und daraus tragfähige Entscheidungen abzuleiten.
Orientierung bedeutet für uns deshalb nicht, einfache Antworten zu geben. Sondern Strukturen zu schaffen, die Einordnung ermöglichen. Ob in der Beratung oder mit digitalen Werkzeugen wie KEMeasy: Es geht darum, Informationen zusammenzuführen, Wechselwirkungen sichtbar zu machen und Entwicklungspfade nachvollziehbar zu gestalten. Orientierung entsteht dort, wo Wissen, Haltung und Miteinander sich begegnen.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Kalender bewusst leise bleibt. Keine To-do-Listen, keine Appelle. Stattdessen Zahlen, Bilder und Gedanken, die Raum lassen. Raum zum Innehalten. Raum zum Nachdenken. Raum für die eigene Position.
Oder, wie es eine der letzten Seiten formuliert:
Ein Weg, der sich beim Gehen zeigt.



